| Holz
Notwendige Bedingung für Walderhalt und Klimaanpassungs-Maßnahmen.
Das Land Baden-Württemberg hat in seiner Waldstrategie ein klares Ziel formuliert: den Erhalt und die Entwicklung der Wälder und ihrer Funktionen. – Die Wälder stehen durch die sich ändernden Klimabedingungen und verstärkt auftretende Extreme unter Druck und sind durch die Geschwindigkeit der Klimaveränderung in ihrer natürlichen Anpassungsfähigkeit überfordert. Daher muss der bereits eingeschlagene Weg zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel durch aktive Waldbewirtschaftung konsequent fortgesetzt werden. Das Landeswaldgesetz schreibt die Nutzung der Wälder in Baden-Württemberg in nachhaltiger, naturnaher und klimaangepasster Weise fest und gewährleistet so Leistungen des Waldes in ganz unterschiedlichen Bereichen wie der Regulierung des Wasserhaushalts, der Bereitstellung eines Erholungsraums für die Bevölkerung, dem Schutz der Natur und der Artenvielfalt oder der Bereitstellung des nachwachsenden und klimafreundlichen Rohstoffs Holz. Die Holznutzung ist also eine wichtige Leistung des bewirtschafteten heimischen Waldes und gleichzeitig eine notwendige Bedingung für den Erhalt des Waldes und die Finanzierung der dafür angezeigten Maßnahmen.
Holz ist nicht nur ein Rohstoff sondern auch ein Speicher für Kohlenstoff, der durch das Waldwachstum der Atmosphäre entzogen wird. Holzprodukte bilden somit neben dem Wald einen zweiten Kohlenstoffspeicher, den sogenannten Holzproduktspeicher. Dabei ist die Klimaschutzleistung dieses Speichers umso größer, je höher die Lebensdauer der einzelnen Holzprodukte ist. Der möglichst weit gehende Einsatz von Holz für langlebige Produkte und insbesondere für den Holzbau ist also im Hinblick auf das Klima die bestmögliche Holzverwendung. Andere Gesichtspunkte wie die mögliche Wiederverwendung von Bauteilen, die Verminderung des Abfallaufkommens im Bauwesen und die Verminderung von klimawirksamen Emissionen bei der Herstellung und Bereitstellung (die sogenannte Graue Energie) von Baustoffen sprechen zudem für die Nutzung von Holz im Bauwesen. Um die Holzverwendung zu steigern und Impulse für die klimafreundliche Transformation des Bausektors zu setzen wurde 2018 die interministerielle Landesstrategie Holzbau-Offensive Baden-Württemberg (externe Seite) ins Leben gerufen.
Die Holznutzung bildet den Ausgangspunkt für zahlreiche Wertschöpfungsketten – das sogenannte Cluster Forst und Holz (externe Seite) – die aus unserem Leben nicht wegzudenken sind: Papier, verschiedene Gebrauchsartikel, Möbel, Gebäude oder die Bereitstellung von Wärme und Strom aus stofflich nicht verwertbaren Koppelprodukten, überall ist Holz ein wichtiger Bestandteil. Allein in Baden-Württemberg arbeiten 113.000 Menschen in Branchen, die Holz in irgendeiner Weise verarbeiten und dabei rund 29 Milliarden Euro als Beitrag zum Bruttosozialprodukt leisten. Diese Struktur ist von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen geprägt, die überwiegend im ländlichen Raum ansässig sind und so eine enge Verzahnung zwischen Rohstoffproduktion und Weiterverarbeitung ermöglichen. Für die Wirtschaftsentwicklung des ländlichen Raums ist das von herausragender Bedeutung.
Der Wald leistet in vielerlei Hinsicht einen Beitrag zum Gemeinwohl und die Holznutzung trägt dazu maßgeblich bei. Die Information der Bürger sehen wir als unsere Verpflichtung und Grundlage für die weitere breite öffentliche Unterstützung einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Einen niedrigschwelligen Zugang und weiterführende Informationen über Holznutzung und -verwendung bietet die Kampagne des Ministeriums für Ländlichen Raum.
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